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Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat die aktuelle Düsseldorfer Tabelle für das Jahr 2019 vorgestellt. Bereits am 28. September 2017 ist der Kindesunterhalt für minderjährige Kinder nach § 1612a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) zum 1. Januar 2018 und 1. Januar 2019 neu festgesetzt worden, was unmittelbare Auswirkungen auf die Düsseldorfer Tabelle hat. Danach weist sie jeweils ab dem 1. Januar 2019 für die erste Altersstufe einen Mindestunterhalt beziehungsweise Kindesunterhalt von 354 Euro auf, für die zweite Altersstufe 406 Euro und für die dritte Altersstufe 476 Euro.
Düsseldorfer Tabelle 2019 – was ist neu?
Aufgrund der Mindestunterhaltsverordnung sind die Bedarfssätze für minderjährige Kinder an die Vorgaben aus der Düsseldorfer Tabelle angepasst worden. Bereits seit 2016 kommt das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts und des Urteilsverfahrensrechts zur Anwendung mit der Konsequenz, dass der Kindesunterhalt nicht mehr an die Kinderfreibeträge gekoppelt ist. Das bedeutet, dass das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz die Chance erhielt, den Mindestunterhalt in einem Turnus von zwei Jahren durch Rechtsverordnung und ohne die Zustimmung des Bundesrates festlegt.
Insoweit beträgt der monatliche Kindesunterhalt für Kinder von der Geburt bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres anstelle von bisher 348 Euro ab dem 1. Januar 2019 354 Euro. Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres haben einen Anspruch auf 406 Euro anstelle von bisher 399 Euro. Kinder und Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit erhalten 476 Euro anstelle von bisher 467 Euro. Wie in den vergangenen Jahren auch werden die Bedarfssätze der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils 5 Prozent erhöht. Die Bedarfssätze der 6. bis 10. Einkommensgruppe steigen um 8 Prozent des Mindestunterhalts. Unverändert bleiben hingegen die Bedarfssätze volljähriger Kinder.
Wie sich die Erhöhung des Kindergeldes auswirkt
Ab dem 1. Juli 2019 wird das Kindergeld für das erste und zweite Kind auf 204 Euro von bisher 194 Euro angehoben. Für das dritte Kind steigt das Kindergeld von 200 Euro auf nun 210 Euro, während das vierte Kind und weitere Kinder von einem Anstieg von 225 Euro auf 235 Euro profitieren. Bei minderjährigen Kindern wird das Kindergeld regelmäßig zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in voller Höhe auf den Unterhaltsbedarf angerechnet.